HISTORY

Aus dem kleinen Motor für Funkgeräte wurde 1946 ein großartiger Helfer im Alltag.
Wir lassen Leute mit ihren Problemen nicht allein.
Menschen, wenn auch ein wenig, glücklicher machen.
Der Mensch steht im Mittelpunkt. Mit Technik machen wir das Leben einfacher.
So entstand die ansehnliche Vielzahl der Honda Power Products.

Zeit des Aufbruchs

1945 endete die Katastrophe des 2. Weltkriegs. In Japan mangelte es in der Folge an allem. Es waren Zeiten, in denen sich die Menschen unter großen Entbehrungen von Tag zu Tag durchschlugen. In diesen Zeiten des Mangels beschränkte sich die Mobilität auf die eigenen Füße, Fahrräder und Eisenbahnen. Fahrräder waren mit Abstand die wichtigsten Transportmittel privat und im Beruf.

Hondas Gründer Soichiro Honda kam 1906 zur Welt, als erster Sohn eines Schmieds in der Ortschaft Komyo, Landkreis Iwata (heute ein Teil der Stadt Hamamatsu) in der Präfektur Shizuoka. Kurz vor dem Abschluss der Höheren Volksschule nahm er 1922 eine Arbeit in der Auto-Reparaturwerkstatt ART in Tokyo an. 1928 wurde ihm gestattet, in Hamamatsu eine Filiale der Werkstatt ART in Eigenregie zu eröffnen. Später übertrug er diese Werkstatt-Filiale einem Mitarbeiter, um als Präsident die von ihm 1936 gegründete Aktiengesellschaft zur Produktion von Kolbenringen zu leiten, die Tokai Seiki Heavy Industries, Inc.

Fahrräder mit Hilfsmotoren

Direkt nach dem Ende des Krieges richtete er 1946 das Honda Technical Research Institute ein mit dem Geschäftszweck, „Herstellen und Entwickeln von Verbrennungsmotoren und aller Arten Werkzeugmaschinen zu betreiben“. Im selben Jahr begegnete ihm durch Zufall der kleine Motor, den das Heer im Krieg als Stromerzeuger für Funkgeräte genutzt hatte.

Soichiro brauchte dafür nicht lange, den Gedanken zu fassen „Den nehme ich als Hilfsmotor fürs Fahrrad!“

Eines Tages brachte Soichiro einen Prototypen mit nach Hause. „Kannst du mal ausprobieren, was wir entwickelt haben?“, bat er seine Frau, und tatsächlich setzte sie sich auf das Fahrrad mit dem Hilfsmotor, nachdem sie sich ihre beste Hose angezogen hatte, um auf der Hauptstraße vor all den Leuten eine gute Figur zu machen. Die erste Testfahrerin in der Unternehmensgeschichte Hondas war also Soichiros Ehefrau.

Als sie nach einer Weile zurückkehrte, war das schöne Sonntagskleid über und über mit Öl verschmiert. Aus dem Vergaser war Öl herausgespritzt. „Das geht gar nicht! Die Kunden werden dich ausschimpfen.“ Soichiro sah es ein. Noch vor dem Verkaufsstart hatte er die Sache gelöst.

Im Nu verbreitete sich durch Mundpropaganda der gute Ruf des Hilfsmotors für Fahrräder. Die Neuigkeit zog sogar aus Metropolen wie Nagoya, Osaka und Tokyo Käufer nach Hamamatsu. Weil die Vorräte des ursprünglich in Stromerzeugern für Funkgeräte genutzten Motors aufgebraucht waren, machte sich Honda daran, selbst einen Fahrradhilfsmotor zu entwickeln. Schon 1947 verkaufte Honda das erste Originalprodukt, den Honda Typ A. Mit seinem moderaten Preis und der Fähigkeit, auch minderwertigen Treibstoff zu vertragen, fand er viele Fans.

Ausgedehnte Radtouren mit dem Hilfsmotor und dem Motor Typ A fanden statt.

Die Firma von der Größe einer Dorfwerkstatt in Hamamatsu mit 1 Mio. Yen Startkapital und 34 Angestellten produzierte hauptsächlich den Fahrradhilfsmotor. Dieses Start-up ist die Keimzelle des heutigen Honda.

Die Yamashita-Fabrik mit der Produktion des Honda Typ A

Der Motor Typ A vom Montageband der Noguchi-Fabrik in Hamamatsu

1952, 4 Jahre nach Gründung, kam der Cub F-Motor in den Verkauf, halb so schwer wie bisherige Motoren und mit verbesserter Laufleistung. Der Cub F wies ein frisches Design auf mit einem roten Ring um einen weißen Tank.

Die komplette Garnitur des Cub F-Motors wurde in einer Spezialbox versandt.

Der Cub F-Motor fand weiten Anklang.

Da den Cub F auch Fahrradhändler einbauen konnten, die eigentlich keine Motoren führten, verkauften ihn im ganzen Land rund 13.000 Fahrradläden. Auf diese Weise verbreitete er sich in ganz Japan.

Die 3fache Freude, die Soichiro 1951 in der Firmenzeitung erwähnte, nämlich die Freude des Produzenten, die Freude des Verkäufers und die Freude des Käufers, ist nach wie vor ein Grundgedanke bei Honda.

Hondas Anliegen ist, Leute mit ihren Problemen nicht allein zu lassen, es den Menschen ein wenig einfacher zu machen, stets die Menschen im Blick nützliche Technik für den Alltag zu schaffen.

In rascher Folge entwickelte Honda immer mehr motorbetriebene Geräte von der Motorhacke bis zu Rasenmähern, Stromerzeugern, Pumpen usw. Diese Geräte wurden Teil unseres Alltags, weil Honda-Technik die Arbeit erleichtert und Menschen Freude bereitet.

Quelle: Honda Motor Co., Ltd.: „Kataritsugitai koto charenji no 50nen“(Was wir der nächsten Generation vermachen möchten – 50 Jahre Herausforderungen)

1950s~1960s

Zu Beginn der 1950er Jahre kam der Wiederaufbau nach den Wirren des 2. Weltkriegs nach und nach voran. Gewaltige Aufgaben wurden angegangen, die Lebensmittelproduktion zu steigern und eine funktionierende Infrastruktur aufzubauen. Die Auswirkungen spürte Honda hinsichtlich seines Hilfsmotors für Fahrräder. So klein dieser Motor auch war, leistete er einen bedeutenden gesellschaftlichen Beitrag.

So kam es, dass Honda eine Anfrage eines Herstellers landwirtschaftlicher Kleingeräte erreichte, der von dem guten Ruf der Typ A und Cub F-Motoren gehört hatte, er brauche einen kleinen Motor für Garten- und Landwirtschaftsspritzen.

Motorrückenspritzen mit dem Motor Typ H

Aus dieser Anfrage entstand 1952 der neu entwickelte kompakte 2-Takt-Motor, der 1953 als erster Honda-Einbaumotor auf den Markt kam. Er wurde Typ H benannt, leistete 1 PS und war aufgrund des seinerzeit bahnbrechenden Aluminiumgussgehäuses kompakter und leichter. Auch seine Robustheit war hervorragend. Dieser Motor hat in unzähligen Motorrückenspritzen und Wasserpumpen Landwirten die harte Arbeit erleichtert.

Der erste Honda 4-Takt-Einbaumotor Typ T

Die Anwender schätzten den Typ H wegen seiner Kompaktheit und seines geringen Gewichts, dennoch wünschten sie sich ein besseres Startverhalten, eine geringere Geräuschentwicklung und einfachere Wartung. Andere wünschten sich eine etwas leichtere Bedienbarkeit und eine schwächere Verschmutzungsneigung. Deshalb brachte Honda 2 Jahre später 1954 den 2,5 PS starken 4-Takter Typ T heraus. Auch seine Leistungsentwicklung überzeugte mit Durchzugskraft bei niedrigen Drehzahlen und hoher Leistung bei hohen Drehzahlen. Dadurch war er für den vielfältigen Einsatz in landwirtschaftlichen Geräten wie geschaffen.

Ankündigung der Teilnahme am Motorradrennen Isle of Man TT

Im selben Jahr 1954, in dem der Typ T auf den Markt kam, kündigte Honda seine Teilnahme am Motorradrennen Isle of Man TT an. Es ging nicht nur darum, dass Honda alle Kräfte bündelte, um im Wettrennen mit den Herstellern der Welt auf dem Siegerpodest zu stehen, man hatte auch die Zukunft Japans im Blick: „Unser erklärtes Ziel bei Honda ist es, Vorreiter der japanischen Industrie zu sein“.

Hondas Einbaumotoren fanden in immer weiteren Sektoren Anwendung von der Landwirtschaft übers Baugewerbe bis hin zum Haushalt. Mit der Vielfalt der Einbauumgebungen verstärkte sich der Wunsch nach höherer Leistung. Hier stellte Honda sein besonderes technisches Können unter Beweis hinsichtlich Geräuschreduktion, Vibrationsdämpfung und Absenkung der Abgastemperatur.

Der leistungsgesteigerte Motor Typ VN

Soichiro Honda bei der Erprobung einer Motorhacke mit dem VN-Motor

1958, 4 Jahre nach Verkaufsstart des Typ T begann Honda mit dem Verkauf neuer leistungsstarker aufgewerteter 5 PS starken Motoren der Serie VNC/VND. Diese Motoren sollten ein universell einsetzbares Kraftpaket für Anwendungen in der fortschreitenden Mechanisierung der Landwirtschaft und Rationalisierung des Baugewerbes sein. Es war im selben Jahr, dass bei den Zweirädern die legendäre Super Cub auf den Markt kam, ein Meilenstein des Übergangs der Gründerphase zum schnellen Firmenwachstum. Immer bedacht, den Kunden noch nützlichere und noch gebrauchsfreundlichere Produkte anzubieten, hatte Honda vom Hilfsmotor für Fahrräder Typ A und Cub F über die Einbaumotoren Typ H und T vor allem Kompaktmotoren entwickelt. Aber nur Motoren zu bauen, damit konnte sich Honda schon seinerzeit nicht zufrieden geben.

Ende der 1950er Jahre verfügten nur 6% der ca. 6 Mio. Bauernhöfe Japans über ein motorbetriebenes Gerät zur Bodenbearbeitung. „Ob man ’ne Motorhacke hat, entscheidet, ob man heiraten kann“, hieß es seinerzeit, was Honda veranlasste, komplette Arbeitshilfen um den eigenen Kompaktmotor herum zu entwickeln. Die Motorhacke mit VNC-Motor war der erste Versuch. Mit der Ausrichtung, eigenständig motorbetriebene Geräte zu entwickeln, weitete sich Hondas Forschung und Entwicklung in den 1960er Jahren rund um Motorhacken und Stromerzeuger aus.

1960s~1970s

Das rasante Wirtschaftswachstum von Mitte der 1950er Jahre an wurde durch den Fortzug leistungsfähiger Arbeitskräfte von zwanzig und dreißig Jahren in die Städte getragen. In der Landwirtschaft arbeiteten überall zusehends vor allem Frauen und Senioren. Als er dies erkannte, entwickelte Honda für diese Frauen und Senioren ein leicht zu bedienendes motorisiertes Bodenbearbeitungsgerät. „Lasst uns Revolutionäres produzieren, das die Welt noch nicht gesehen hat! Lasst uns produzieren, was 10 Jahre voraus ist!“ Die auf diesen Gedanken beruhende Motorhacke F150 brachte Honda 1959 auf den Markt.

Die Honda-Motoren der Serie F150 verbreiteten sich auf dem Lande wie ein Wirbelwind.

Die F 150 war kompakter, leichter und einfacher zu bedienen als herkömmliche Motorhacken. Sie war langlebig und auch 10 Jahre später noch nicht veraltet in ihrer Funktionalität. Für ein alle Geräteteile einbeziehendes Styling wurde das Fahrgestell in frischem kräftigem Rot lackiert.

In einem Markt von der Größe einiger Tausend Motorhaken pro Jahr verzeichnete die F150 vom Verkaufsstart an einen explosionsartigen Absatz. Die Landmaschinenbranche sprach vom „Wirbelwind von Honda“. Die F 150 verkaufte sich 20.000 Mal und wurde mit ein paar Modifizierungen insgesamt 13 Jahre lang produziert. Zu Zeiten des Arbeitskräftemangels auf dem Lande, war diese kleine rote Motorhacke F 150 ein revolutionäres Gerät, das die Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft von Grund auf änderte.

Nach der Motorhacke entwickelte Honda in Japan den tragbaren Stromerzeuger. Den Anlass dazu bot der tragbare Fernseher von SONY. SONY suchte eine ortsunabhängige Stromversorgung für sein tragbares TV-Gerät und sprach Honda an. Wer war Honda, sich diesem Anliegen zu widersetzen? Die Entwicklung eines tragbaren Stromerzeugers wurde in Angriff genommen. Der Prototyp erreichte die Serienreife zwar nicht, das gewonnene Know-how fand aber später Verwendung.

Der kompakte tragbare Stromerzeuger E300 fand vielfältige Verwendung.

3 Jahre nach der Prototypentwicklung feierte Honda 1965 den Verkaufsstart des kompakten tragbaren Stromerzeugers E 300. Dieses rote Kraftpaket löste einige Schwierigkeiten, die man bis dahin mit den damaligen marktgängigen Stromerzeugern hatte. Er war kompakt, leicht, schon auf den ersten Blick leicht zu bedienen. Für die sich in Japan immer stärker durchsetzenden elektrischen Geräte hatte Honda die passende Stromquelle entworfen, die jedermann sorglos einsetzen konnte.

Weil der E 300 so praktisch war, verbreitete er sich explosionsartig: Er war im professionellen Dauereinsatz für die Beleuchtung von Nachtbaustellen, wurde als Notstromaggregat verwendet, diente als kompakte leise Stromquelle ohne Qualm für Freiluftbeleuchtungen und lieferte Verkaufsbuden Strom.

In den 1960er Jahren errang Honda mit den Motorrädern die Weltmeisterschaft, woraufhin der Export von Motorrädern zulegte. Hondas Fahrzeugabteilung stellte das erste Serienauto T360 vor und nahm an Formel 1-Rennen teil. Vom Verkaufsstart der Motorhacken und Stromerzeuger an nahmen die motorisierten Geräte auch den Weltmarkt ins Visier. Es war der Wendepunkt hin zur Globalisierung.

Seinerzeit interessierten sich die Entwicklungsländer Südostasiens für preisgünstige robuste Motoren. Südostasien verwendete zu dem Zeitpunkt Dieselmotoren und 2-Takter europäischer und amerikanischer Herkunft, doch Honda sah Möglichkeiten für seine herausragend robusten 4-Takt-Motoren.

Die Motoren der G-Serie kamen nicht nur in Japan, sondern weltweit als Universalmotor par excellence zum Einsatz.

1963 verfügte Honda über zwei passende bewährte Einbaumotoren: der viel gelobte, kompakte und leichte G20 mit guter Bedienerfreundlichkeit und sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis sowie der G30 für eine weite Bandbreite von Einsatzbereichen. Ohne Kompromisse hinsichtlich Robustheit und Verlässlichkeit modifiziert, fanden diese Motoren Eingang in den Alltag der Menschen in Südostasien als Teile von Außenbootmotoren, Stromerzeugern, Pumpen.

Wie die Motoren exportierte Honda die Motorhacken und Stromerzeuger in die ganze Welt. 1967 machten Einbaumotoren und Geräte sogar 70% des gesamten Exports aus.

1968 wurde der Geschäftsbereich Einbaumotoren und Geräte nach schnellem Wachstum aus den jeweiligen Abteilungen von Forschung und Entwicklung bis hin zum Vertrieb in eine eigenständige Organisation überführt. 1969 überstieg die Zahl der seit Beginn produzierten motorisierten Geräte 1 Mio Stück. So ging es in die Expansionsphase in den 1970er Jahren. Sie waren geprägt von einer weiteren Steigerung der Produktionszahlen, Diversifikation entsprechend den Wünschen der weltweiten Kunden und dem Streben nach noch größerer Vielfalt der Produktlinien.

1970s~1990s

Die 1960er Jahre waren von hohen Wachstumsraten geprägt, die japanische Wirtschaft erblühte in rasantem Tempo. Der Aufbau der Infrastruktur schritt voran, der Lebensstandard stieg merklich. So schaute man in den 1970er Jahren ins Ausland.

Von 1963 an exportierte Honda motorbetriebene Geräte. Für den Weltmarkt von seinerzeit rund 10 Millionen Einbaumotoren entwarf Honda den „million-selling Engine“-Plan , kurz ME. Das Ziel, das sich Honda mit der damaligen Produktionskapazität von 200.000 Stück setzte, war also, künftig pro Jahr 1 Mio. Stück zu verkaufen.

80% des Weltmarkts lagen da noch in den Händen amerikanischer Motorenhersteller. Mit ihrer Massenfertigung konnten die amerikanischen Hersteller Preisvorteile erzielen. Es gab aber Probleme hinsichtlich der Langlebigkeit und der Wartungsfreundlichkeit.

G150

G200

Vor diesem Hintergrund startete Honda 1977 den Verkauf des im Rahmen des ME-Plans entwickelten Motor Typ G150/200. Der Typ G150/200 nutzte neue Materialien und eine neue Bauart. Dieser Motor beseitigte einige Schwachstellen gängiger Einbaumotoren. Er wies eine automatische Abschaltung bei Ölmangel auf, eine wartungsfreie CDI-Zündung, eine Dekompressionsnockenwelle für einen leichteren Start und einen Notausschalter zum schnellen Motorstopp im Ernstfall.

Der rot-weiße Motor G150/200 wurde in Südostasien sehr geschätzt als “Motor, der sich wie warme Semmel verkauft”. Er wurde in Außenbordern, Pumpen und vielen weiteren Anwendungen verbaut.

Mit dem Ausbau des im ME-Plan entwickelten Motors zu einer Motorenreihe wurde 1982 das Verkaufsziel von jährlich 1 Mio. Stück erreicht. 10% Marktanteil mochte nicht viel erscheinen, tatsächlich aber war der im ME-Plan entwickelte neue Motor ein voller Erfolg, weil Hondas hohe technische Kompetenz und scharfer Sinn für den Kundennutzen weltweit Beachtung fand.

Als nächstes legte Honda den Fokus auf Rasenmäher für den amerikanischen Markt. Dafür wurden die Kundenwünsche mit intensiver Marktforschung vor Ort erhoben. Die Wunschliste wurde einfallsreich und mit hoher technischer Kompetenz abgearbeitet, sodass ein hochwertiges, herausragend robustes und bedienerfreundliches Produkt entstand. Honda verwandte also seine bewährte Vorgehensweise nun auch in den USA.

Der Rasenmäher HR21 war nicht nur leistungsstark, sondern auch sicher.

1978 begann der Verkauf des ersten Honda-Rasenmähers HR21, der bislang unzufriedenstellende Punkte „Anlassverhalten, Robustheit und Geräuschentwicklung“ überzeugend meisterte.

Der HR21 ist mit dem bahnbrechenden Messerkupplungsbügel ausgestattet (BBC Blade Brake Clutch). Diese Sicherheitsvorrichtung sorgt dafür, dass das Messer binnen 3 Sekunden zum Stillstand kommt, wenn der Hebel losgelassen wird. Hält man den Hebel gedrückt, aktiviert man das rundlaufende Sichelmesser zum Mähen und den Vortrieb. Die amerikanischen Konsumenten begehrten eine solche Sicherheitsvorrichtung stark, der Markt bot jedoch keine Mäher mit dieser Ausstattung wegen hoher technischer Hürden. Deshalb verbreiteten sich Honda-Mäher in den amerikanischen Haushalten im Nu. Der Honda HR21 war ein Renner.

Obwohl sowohl der Auslandsmarkt als auch das Produkt neu waren, verstand es Honda nicht nur, den Kunden-Bedarfen genau zu entsprechen, sondern bereitete pro-aktiv dem technischen Fortschritt den Weg. Der Messerkupplungsbügel wurde später zum vorgeschriebenen Sicherheitsstandard für Rasenmäher in den USA, sodass im Ergebnis Honda einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung leistete.

Das nächste Projekt war der Einbaumotor für Industriekunden als OEM. OEM (Original Equipment Manufacturer) stellen Produkte für andere Marken her. Die in motorbetriebenen Geräten verbauten Motoren wurden fast ausschließlich von OEM bezogen. Solange der Motor des OEM keine großen Probleme machte, keine Änderungen anstanden und auch keine Innovation stattfand, war es sehr schwierig, als neuer Lieferant Industriekunden zu beliefern.

Energiesparen und Umweltverträglichkeit wurden neue Herausforderungen in den 1970er Jahren mit dem Ölschock und schärferen Emissionsvorschriften wie der Muskie Act in den USA. Die Vierrad-Sparte von Honda entwickelte den CVCC-Motor (Compound Vortex Controlled Combustion), der die Anforderungen des Muskie Acts erfüllte und aller Welt die hohe technologische Leistungsfähigkeit bezeugte.

Bei den Einbaumotoren startete das Projekt ZE (zillion engine), benannt nach dem englischen zillion, das soviel heißt wie unzählig viel. Ziel war es, einen umweltfreundlichen Motor zu bauen mit hoher Leistung, niedrigem Verbrauch sowie geringem Geräuschpegel.

Viele Motoren der Zeit waren als Seitenventiler ausgelegt. Aber hängende Ventile (eng. Over Head Valve, kurz OHV) sind besser geeignet, eine hohe Leistung, niedrigen Verbrauch, hohe Robustheit, einen geringen Geräuschpegel und eine hohe Zuverlässigkeit zu erzielen. Nachteilig sind die größere Bauform und eine höhere Anzahl Einzelteile. Beherzt machte sich Honda an den OHV-Motor.

GX110

GX140

1983 startete der Verkauf des Motors Typ GX110/GX140. Dieser Motor erreichte seine Vorgaben mit einem geneigtem Zylinder und hochgradiger Bauteilintegration. In vielen Bereichen „nicht bloß ein wenig geändert, sondern grundlegend anders“ war er herkömmlichen Motoren weit überlegen bei erfolgreich auf ähnlichem Niveau gehaltenem Preis.

Als später auch andere Hersteller die Bauart des Typ GX mit geneigtem Zylinder und oben liegender Nockenwelle übernahmen, setzte sie sich als weltweiter Standard-OEM-Motor durch. Dieser Motor revolutionierte die Welt der Einbaumotoren.

1981 wurde der 5-millionste Einbaumotor gebaut. Hatte es 30 Jahre bis zum 5-Millionsten gedauert, vergingen nur weitere 4 Jahre bis zum 10-Millionsten.

Der kräftig gestiegenen Nachfrage nach motorbetriebenen Geräten von Honda folgend ging 1984 die Rasenmäherfabrik in den USA in Betrieb. Im gleichen Atemzug wurde die Produktion im Ausland durch das Eröffnen neuer Produktionsstätten gesteigert: 1986 in Frankreich, 1987 in Thailand, 1988 in Australien und Indien.

Von 1970 bis zum Beginn der 1980er Jahre haben Hondas motorbetriebene Geräte den Schritt auf den Weltmarkt gemeistert. Honda erhielt weltweit den Ruf, innovative Produkte mit genialen Einfällen, hohem Kundennutzen und technischer Finesse herzustellen. Darüber hinaus setzte Honda Maßstäbe hinsichtlich Produktqualität und Langlebigkeit. In den 1990er Jahren nahm Honda beherzt die neuen Herausforderungen an, um freiwillig aufgestellte hohe Ziele zu erreichen und die aufkommenden Umweltfragen anzugehen.

1990s~2010s

In den 1990er Jahren erhielten Umweltfragen in der ganzen Welt viel Aufmerksamkeit. Im Bestreben nach dem weltweit niedrigsten Niveau bei Abgasemissionen schuf Honda das „e-SPEC-Siegel“ als Zeichen seines Einsatzes für umweltfreundliche Technologien. Hinter diesem Einsatz stand die Absicht, der nächsten Generation eine vielfältige Natur zu erhalten. Alle Einbaumotoren und motorbetriebenen Geräte, die die weltweit höchsten Sauberkeitsstandards einhielten und dies durch das Bestehen der strengsten Abgasnormen der Welt bewiesen, nämlich durch das Einhalten der Endstufen-Grenzwerte der amerikanischen Umweltbehörde (EPA), trugen damals dieses Siegel.

1997 begann der Vertrieb des Typ „GX22/31“, der erste Mini-4-Takt-Motor mit 360 Freiheitsgraden. Dass ein 4-Takt-Motor in allen Lagen sicher läuft, hielt man bis dahin für konstruktionell unmöglich. Dennoch bewies der GX22/31-Motor, dass auch Traggeräte wie Freischneider, Rasentrimmer oder Sprühgeräte mit einem 4-Takt-Motor leiser und sauberer werden können.

GX22

Die Weiterentwicklung des „GX22/31“ war der „GX25“ mit obenliegender Nockenwelle, der vom Jahr 2002 an verkauft wurde. Auch er erlaubte den Betrieb in allen Lagen und war mit nur 2,78 kg Gewicht der leichteste 4-Takt-Motor der Welt.

GX25

Da Umweltfreundlichkeit immer stärker gefragt war, lösten im Jahr 1997 entsprechend verbesserte Motoren der „GC/GCV-Serie“ die OHV-GX-Motoren ab, deren Bauart sich als Branchenstandard für Einbaumotoren etabliert hatte. Die neuen Motoren verfügten über innovative Techniken wie eine obenliegende Nockenwelle mit eingebautem Steuerriemen und einen Uniblock-Zylinder. Dieser Motor ermöglichte ein kostengünstiges Beliefern von Industriekunden und privaten Haushalten mit einem leistungsfähigen, herausragend sparsamen Motor.

iGX440

2005 begann der Verkauf der multifunktionalen Hochleistungsmotoren der „iGX-Serie“ für Industriekunden. Erstmalig waren diese intelligenten Motoren mit einer elektronischen Drehzahlregelung ausgestattet, und zwar mit dem „STR-Governeur“. Das ermöglichte den Motoren der iGX-Serie stark erweiterte Einsatzmöglichkeiten als Motoren der neuen Generation.

Die Motoren der Reihe „GX/GC/iGX“ erfüllten die Phase 2-Norm der als besonders streng geltenden amerikanischen Umweltbehörde (EPA) wie auch die TierII-Grenzwerte der Luftreinhaltungskommission Kaliforniens (California Air Resources Board oder auch CARB). Hondas hohe technologische Kompetenz erstaunte die Welt.

Gleichzeitig wurde bei tragbaren Stromerzeugern das Bereitstellen von Strom in „sauberer Wellenform“ wichtiger im Zuge gestiegener Präzision und der Digitalisierung elektrischer Gerätschaften.

Dafür brachte Honda 1998 eine neue Generation Stromerzeuger, die Serie „GENE21“ an den Markt. Sie waren mit dem weltweit ersten mikrocomputergesteuerten Sinuskurven-Inverter ausgestattet und produzierten qualitativ so guten Strom wie aus der Steckdose zu Hause.

Mit der neuen Technologie der Öko-Drosselklappensteuerung meisterten sie den Zielkonflikt zwischen hoher Leistung und niedrigem Verbrauch. Ihr gegenüber konventionellen Modellen um die Hälfte reduziertes Gewicht und ihre geringe Geräuschentwicklung brachten ihnen den Ruf ein, Stromerzeuger einer neuen Generation zu sein.

Pianta FV200

2009 brachte Honda die kleine Motorhacke „Pianta FV200“ auf den Markt mit Blick auf Gaskartuschen, deren Beschaffung, Nutzung und Aufbewahrung etwas bequemer ist als bei Benzin. Von 2010 an war der Stromerzeuger „ENEPO EU9iGB“ für den Gaskartuschenbetrieb erhältlich.

Der „Pianta FV200“ war ein Einstiegsmodell für Hausgärten. 90% der Käufer waren Erstkäufer, sodass der Pianta einen ganz neuen Markt erschloss.

Auch der „ENEPO EU9iGB“ war als Hochleistungsgerät mit Gaskartuschenbetrieb ein beliebter Stromerzeuger für Privathaushalte.

Schneefräse HS1390i

Honda befasste sich ebenfalls mit Elektroantrieben. Die von 2001 an verkaufte „Schneefräse HS1390i„ war die weltweit erste Hybrid-Schneefräse. Der Benzinmotor ist für das Fräsen zuständig, der Antrieb geschieht hybrid. Dies erlaubt eine automatische Geschwindigkeitsregulierung während des Fräsbetriebs, also ein einfacheres Fräsen für Einsteiger. Das Gerät ist eine große Arbeitshilfe in den schneereichen Regionen mit alternder Bevölkerung. 2014 kam der bedienerfreundliche elektrische Schneeräumer „Yukios e“ mit Schneeschild in den Verkauf, mit dem Honda einen Beitrag zur Mechanisierung des Schneeräumens in Einkaufsstraßen und auf engen Wegen leistete.

LiB-AID E500

Der September 2017 markierte den Verkaufsstart des „LiB-AID E500“ in Japan, ein neu konzeptionierter mobiler Stromspeicher („Strom zum Mitnehmen“). Ausgestattet mit dem speziellen Sinuskurven-Inverter für hohe Stromqualität dient er als tragbare Stromquelle für alle Einsatzorte.

Miimo

Der Roboter-Rasenmäher „Miimo“ wird in Europa seit 2012 verkauft. Man braucht nur die gewünschte Schnitthöhe einzustellen, denn Miimo lädt seine Akkus vollautomatisch selbst. Miimo ist wetterfest und leise, er verfügt über viele Sicherheitsfunktionen und eine automatische Schnellabschaltung, sodass man ihm stets ohne Sorge die Rasenpflege überlassen kann. Mit seinem Elektroantrieb und der Computersteuerung ist der Miimo ein weiterer Schritt in die Zukunft von Hondas motorbetriebenen Geräten.

Direkt nach dem Krieg in der Zeit des Mangels entstand der Hilfsmotor für Fahrräder. Es folgten motorbetriebene Geräte mit dem Motor „Typ H“. Unablässig arbeitet Honda mit technischer Kompetenz und Ideenreichtum am Fortschritt, um auch in Zukunft ein wenig bedienerfreundlichere und ein wenig leistungsstärkere Produkte den Kunden zu liefern.

So ist es nicht verwunderlich, dass sich Hondas Ansehen in der Welt heute selbstverständlich mit hoher Leistung, Bedienerfreundlichkeit und Langlebigkeit verbunden ist.

Allem lag und liegt der Gedanke zu Grunde, mit Technik Menschen etwas glücklicher zu machen.

Mit diesem seit der Gründerzeit unveränderten Gedanken wird Honda weiterhin daran arbeiten, Neues zu ermöglichen.